Naturschutz und Heimatpflege Porta e.V. (NHP)

Exkursionen

Juli 2016: Bach-Exkursion

 

   

Am 30. Juli 2016 erkundeten wir auf einer 2,5-stündigen Wanderung auf der Nordseite des Wiehengebirges die dortigen Bäche vom unteren Wanderparkplatz an der KAiserstraße aus. Der Bach-Experte des NHP Rudi Krüger zeigte uns den Riehebach, dessen Kalktuffquelle nur 60 m oberhalb des Wanderweges entspringt. Leider ist dieser seltene Quelltyp in Porta Westfalica bisher nicht geschützt, obwohl die EU solche Quellen als sehr schutzwürdig ansieht. Eigentlich müsste ein Nährstoffeintrag in den Riehebach verhindert werden, was allerdings aufgrund der forstlichen Aktivitäten (Erosion, Holzablagerung) schwierig ist. Auch der Schnuppingbach entspringt aus einer Kalksinterquelle - im Bereich des Rastplatzes Lebensborn (Quelle des Lebens) am Waldrand kann man sehen, dass der Bach am Waldrand entlang umgeleitet wurde. Der Thilohbach (Foto) entsteht aus 3 Sickerquellen.

 

Rudi Krüger zeigt den Exkursionsteilnehmern einen Molch, der im Mühlenteich (Foto), welcher vom Wasser des Riehebachs gespeist wird, lebt. Hundert Meter unterhalb des Mühlenteichs verschwindet der Riehebach leider in der Kanalisation, sodass er unter den Barkhauser Häusern in Rohren Richtung Weser weiterfließt...


September 2015: Heuschrecken-Exkursion

 

           

Aufgrund des nasskalten Wetters begann die Exkursion als Pflanzenspaziergang, auf dem Dirk Esplör typische Ruderalpflanzen vorstellte: Schmalblättriges Greiskraut, Kanadische Goldrute, Einjähriges Berufskraut u.v.m.

 

Auf der Wilden Möhren haben wir die Raupe des Schwalbenschwanzes entdeckt.

 

Neben vielen Kaulquappen haben wir auch einige junge Gelbbauchunken an den flachen Pfützen gesehen.

 

Als die Sonne wieder schien, konnte doch noch eine Heuschreckenart identifiziert werden: Der Nachtigall-Grashüpfer gehört zu den Kurzfühlerschrecken


Juli 2015: Kirschenprobierexkursion

 

 

       

Der Vorsitzende des Todenmanner Verschönerungsverein hat uns durch das Kirschendorf geführt und uns die verschiedenen Frühkirschen zum Probieren gezeigt.

 

Die Kirschensorte "Große Prinzessin" ist eine leckere rotbunte Frühkirsche.

 

Die Kirschsorte "Ochsenherzkirsche" wurde vor wenigen Jahren vom Pomologen Hans-Joachim Bannier in Todenmann wiederentdeckt, zuvor galt die Sorte als ausgestorben.

 


April 2015: Narzissen-Exkursion

Unsere 2. Narzissen-Exkursion zur Narzissenwiese am Hausberger Hohlen Weg war sehr gut besucht. Über 30 Teilnehmer erfuhren, dass die Hausberger Narzissen bereits vor 150 Jahren in einem Buch erwähnt wurden, d.h. die Tielöschen sind bereits lange bei uns angesiedelt. Auch den zweiten Wuchsort der Wilden Narzissen haben wir angesehen: Giesekings Obstwiese direkt neben der Katholischen Kirche (Hauptstraße) am Südhang des Jakobsberges.

 


Februar 2015: Vogelexkursion am Großen Weserbogen

Am Samstag, dem 20. Februar 2015, fand trotz Nieselregens wieder die traditionelle Wintervogelexkursion der befreundeten Vereine Naturschutz und Heimatpflege und AG Naturschutz Bad Oeynhausen am Großen Weserbogen statt. Da diesmal nur 7 Teilnehmer mitgingen konnten der Ornithologe Jörg Hadasch intensiv auf alle Fragen der Teilnehmer eingehen. Die Liste der beobachteten Vögel ist wieder beachtlich: Kohlmeise, Nilgänse, Graugänse, Rabenkrähe, Lachmöwen,
Sturmmöwe, Stieglitze, Dohlen, Silbermöwe, Schwarzdrossel, Stockenten, Elster, Turmfalke, Kormoran, Haubentaucher, Blaumeise, Bläßhühner, Reiherente, Schellenten, Storch, Gänsesäger, Rotkehlchen, Zwergtaucher, Stare, Wacholderdrossel, Eichelhäher, Mäusebussard, Höckerschwan, Schnatterente und Tafelente


 

Dezember 2014: Pilzwanderung im Wiehengebirge

Es begab sich zu einer Zeit, als Orkantief "Billie" noch am Vortag mit 159 km/h über den Brocken gefegt ist. Zum Glück ging Billie am Samstag völlig die Puste aus, so dass bei milden Temperaturen und leichten Sonnenschein ein paar Unerschrockene des NHP sich zu einer Naturwanderung einfanden. Wenn Engel reisen... Trotz der vorangegangenen Regenfälle waren die Waldwege im gemächlichen Schritt gut begehbar. Frische Sturmschäden waren im Wald kaum zu erkennen. Auch die Tierwelt nutzte die ruhige Zeit, so dass ein sehr zutraulicher Zaunkönig und eine Dompfafffamilie zu beobachten war. Langstrecken-Wandergruppen waren ebenfalls fröhlich unterwegs, Segel- und Drachenflieger zogen still über die Wipfel. Schon nach 300 m der Wegstrecke waren alle Protagonisten aufgefunden, die da heißen Austernseitling, Samtfußrübling und Judasohr (Foto). Ausgiebig wurden alle Merkmale beschrieben, Eigenarten vorgestellt und auch der Nutzwert dargelegt, so dass in der Folge immer sicherer die Antagonisten erkannt wurden. Es wurde auch die Einfachheit der Zucht im eigenen Garten erläutert, sofern der Stamm eines frisch gefällten Baumes nicht weggefräst wird. Insbesondere Weiden- und Buchenstämme sind für mindestens drei Jahre perfekt für eine winterliche Pilzzucht geeignet. Ein Blickfang im winterlichen Garten und ein Zuhause für Käferlarven, die ebenfalls bis zu drei Jahre zur Imagoentwicklung benötigen.

Die gefährlichen Doppelgänger, wie die tödlichen Gifthäublinge und Ohrförmigen Seitlinge, wurden erklärt. Bedingt essbare Pilze gab es auch, die jedoch nicht als Speisepilze zu empfehlen sind, bzw. nicht ohne Begutachtung eines sehr erfahrenen Pilzkenners genommen werden sollten. Pilzbücher sind nur eingeschränkt tauglich, so dass immer der Überlebenssatz der Aborigines gilt: "Es ist nicht wichtig was du gelesen hast, sondern was Du weißt". Jeder Pilz kann giftig sein wenn er verdorben oder vom Goldschimmel befallen ist.

Gesichtet wurden neben den drei Hauptarten eine dunkelgraubraune Variante des Winterhelmlings, Stockschwämmchen, Rillstieliger Seitling, alter Maronenröhrling, Rauchblättriger Schwefelkopf, Grünblättriger Schwefelkopf, Ziegelroter Schwefelkopf, Nebelgrauer Trichterling, Trompetenschnitzling, Napfbecherling, Hallimasch, Birnenstäublinge, Geweihförmige Holzkeule, Zunderschwamm und weitere Konsolenpilze.

Ein schöner grauer Wintertag ist keinesfalls trist, langweilig und öd. Nach über 2 Stunden war der Rundgang beendet. 

 

August 2014: Fledermausexkursion im Hausberger Kurpark

   

Trotz der kühlen Witterung kamen 60 Interessierte, darunter 20 Kinder, zur Fledermausexkursion in den Hausberger Kurpark, um zunächst von der Fledermausexpertin in der Konzertmuschel (Foto) viele spannende Fakten über die fliegenden Säugetiere zu hören. Eine Fledermaus frisst z.B. jede Nacht ca. ein Drittel ihres eigenen Körpergewichts, also 2 Gramm, das sind ca. 1000 Mücken. "Wer viel fritt, der viel ...." - die Expertin brachte neben vielen großformatigen Fotos und spannenden Modellen auch den Kot der seltenen Fledermausart Großes Mausohr mit.

 

Auch der NHP-Vorsitzende Herbert Wiese (Foto) nimmt -wie alle anderen- eine kurze Geruchsprobe. Aufgrund der niedrigen Temperaturen wurden nur einige Fledermäuse per Batdetektor gehört und gegen den hellen Himmel auch gesehen. Auf jeden Fall stellt der Hausberger Kurpark einen wichtigen Lebensraum für die geschützten Fledermausarten Zwergfledermaus, Großer Abendsegler und Breitflügelfledermaus dar.

Juni 2014: Kirschenprobier-Exkursion in Todenmann

   

   

Am Samstag, dem 6. Juni 2014 fand die erste Kirschenprobier-Exkursion des NHP in Rinteln-Todenmann statt. Diesmal wurden acht Interessierte von Gerd Beu, dem Vorsitzenden des Verschönerungsvereins, zu sechs seltenen Frühkirschenbäumen (Foto) geführt, um dort das unterschiedliche Sortenaroma  der madenfreien Süßkirschen der 1. bis 3. Kirschwoche zu testen.

 

Der Geschmack von Rivers Frühe war säuerlich, Maibigarreau süßlich und Schubacks Schwarze etwas herb. Eine sehr seltene, bisher nur in Todenmann gefundene Süßkirschensorte ist die Bernsteinkirsche (Foto), die allerdings noch nicht ganz reif war, sodass der Geschmack nicht beurteilt werden konnte. 

 

Auch die vor 1,5 Jahren neu angepflanzten Kirschbäumchen mit den alten, seltenen Sorten wurden angesehen. Hier auf dem Foto sieht man die berühmte Todenmanner Ochsenherzkirsche, von der der Pomologe Hans-Joachim Bannier vor einigen Jahren einige alte Bäume im Kirschdorf wiederentdeckt hat, sodass die vom Aussterben bedrohte Sorte auf Jungbäume veredelt werden konnte.

 Mai 2014: Vogelstimmenexkursion am Großen Weserbogen

       

Am 23. Mai fand die zweite abendliche Vogelstimmenexkursion des NHp zusammen mit der Bad Oeynhauser AG Naturschutz am Großen Weserbogen statt. Exkursionsleiter war wieder der Ornithologe Jörg Hadasch (Foto), der anregte für die Flussseeschwalbe Nistgelegenheiten in Form von Brutinseln zu schaffen.

 

Die 25 Exkursionsteilnehmer bekamen viele Vogelstimmen zu hören, aber sie sahen auch viele Vogelarten per Fernglas oder Spektiv.Es war eine erfolgreiche Exkursion bei strahlendem Sonnenschein. Auch mehrere Kuckucke waren an dem Abend gut zu hören (Foto von Frank Marske).

 

Hier die Liste der Vogelarten, die am 23.5.2014 zu hören waren:  Amseln, Austernfischer, Bachstelze, Blässhühner, Blaumeisen, Buchfink, Buntspecht, Dorngrasmücken, Fasan, Gartengrasmücken, Goldammer, Graugänse, Grünfink, Grünspecht, Haubentaucher, Höckerschwäne, Kohlmeisen, Kormorane, Kuckucke, Lachmöwe, Mehlschwalben, Mönchsgrasmücken, Nachtigall, Nilgänse, Rabenkrähen, Rauchschwalben, Reiherenten, Ringeltauben, Rotkehlchen, Silbermöwe, Singdrosseln, Star, Stockenten, Sumpfrohrsänger, Turmfalke, Weißstörche, Zilpzalp.

 

Mai 2014: Gartenexkursion "Altes Kräuterwissen praktisch erleben"

       

Uta Vogels Naturgarten in Petershagen-Maaslingen faszinierte die Teilnehmer der Exkursion "Altes Kräuterwissen praktische erleben". Uta erläuterte drei Stunden lang die vielen verschiedenen Kräuter und Wildpflanzen in ihrem 3000 qm großen Pflanzenreich.

 

Uta erklärte z.B. zur fotografierten Nelkenwurz: Die Nelkenwurz trägt einen sprechenden Namen: Die Wurzel wurde früher von armen Leuten als Ersatz für das zu teure Nelkengewürz verwendet - tatsächlich schmeckt die getrocknete und pulversisierte Wurzel des Krauts der Gewürznelke ganz ähnlich.

 

Abschließend sammelt die Exkursionsteilnehmer Schafgarbe, Brennenesseln, Apfelminze, um zusammenm mit Buttermilch einen leckeren Smoothie zu mixen.

 Mai 2014: Lokale Agenda "Biodiversität" in Hohenrode

       

Die Lokale Agenda-Gruppe "Biodiversität" war am 10.Mai 2014 in Rinteln-Hohenrode, um dort zwei artenreiche Biotope des NABU Rinteln anzusehen: Die Streuobstwiese mit der Schafbeweidung und der Bienenhaltung (Foto: Bienenschaukasten) sowie die Auenlandschaft entlang der Weser. Beschreibungstext

 

In der Auenlandschaft wurden einige Vogelarten gesichtet, wie Fischadler, Fitislaubsänger, Kormoran, Silbermöwe, Graugänse, Mauersegler und Goldammer (Foto von Ulrich Köller).

 

Der Rintelner NABU-Vorsitzende Nick Büscher erläuterte die bereits erfolgten Naturschutzmaßnahmen, wie das Aufstellen eines Fischadler-Horstes oder das Installieren von zwei künstlichen Brutinseln für Flussseeschwalben.

November 2013: Baumschule mit halber Million Bäumen angesehen

   

Ende November 2013 haben wir uns bei Gummistiefelwetter die Baumschule Eikermann im Kalletal zeigen lassen. Wir haben uns die vielen Obstbäume angesehen, einige hatten bis zu 200 Hageleinschläge an einem Junitag im Sommer 2013 erlitten.  Außerdem wurden uns die Tricks der Überwinterung der Containerware erklärt.

 

Baumschul-Inhaber Ralf Eikermann zeigte uns auch einiger seiner Spezialmaschine, mit denen er in Windeseile viele Bäume pflanzen oder "roden", d.h. ausgraben, kann. Zum Abschluss gaben die Eikermanns uns Exkursionsteilnehmern netterweise heißen Kaffee und leckeren Butterkuchen aus.

Oktober 2013: Apfelprobieren im Schaugarten des Gartenbauvereins Stadthagen

 

       

Am 13.Okober trafen sich 12 Apfelinteressierte an der Habichhorster Straße in Stadthagen im Schaugarten des Gartenbauvereins, um sich vom Vereinsvorsitzenden Herrn Kellermeier den Obstgarten zeigen zu lassen.

 

Die Exkursionsteilnehmer fühlten sich in dem Obstgarten teilweise wie im Paradies: Die Äpfel hingen ihnen direkt vor den Mündern. Neben einigen alten Apfelsorten waren auch schorfresistente Neuzüchtungen zu sehen. 

 

Neben dem Gelben Richard, dem Winterglockenapfel, der Zabergäu-Renette, dem Gloster, der Melrose und dem Topaz gab es auch Wöbers Rambur (Foto) u.a. zum Probieren. Einige Exkursionsteilnehmer waren anschließend ganz zufrieden wieder einen für sie genießbaren Apfel gefunden zu haben, der keine allergischen Reaktionen auslöst.

August 2013: Schmetterlingsexkursion in der Kiesgrube Brinkmeyer

       

Eine sehr blütenreiche Vegetation trotz des kargen Rohbodens findet sich vielerorts in der Kiesabgrabung Brinkmeyer, in die uns am 4. August 2013 unsere Schmetterlingsexkursion geführt hat.

 

Uwe Hildenhagen (Mitte) als ausgewiesener Schmetterlingsexperte mit 30-jähriger Erfahrung zeigte uns die typischen Bewohner der Trockenabgrabung aus dem Reich der Tagfalter.

 

Die Insketenvielfalt zeigte sich insbesondere auf den vielen Distelblüten. Hier sieht man ein Landkärtchen (links), einen Kleinen Fuchs (Mitte) und einen Dickkopffalter (rechts) gemeinsam Nektar saugen. Außerdem haben wir gesehen: Schwalbenschwanz, Mauerfuchs, Goldene Acht, Ochsenauge, Kleiner Kohlweißling, Großer Kohlweißling, Rapsweißling, Tagpfauenauge, Distelfalter, Waldbrettspiel, Hauhechelbläuling...

  

Mai 2013: Sechzig Vogelstimmenlauscher

Am Freitag, dem 3. Mai 2013, nahmen über 60 Interessierte an der Vogelstimmenexkursion am Großen Weserbogen teil, die wieder vom versierten Ornithologen Jörg Hadasch geleitet wurde. Neben der Nachtigall und der Mönchsgrasmücke wurden auch Goldammern und Kuckucke gehört. Außerdem konnte das am Weserbogen nistende Weißstorchpaar beim Brüten auf dem Pfahlnest und bei der Nahrungssuche hinter einem pflügenden Traktor beobachtet werden. Viele Graugänse mit einigen Gösseln, aber auch balzende Haubentaucher beeindruckten die Exkursionsteilnehmer, die wieder von der AG Natur aus Bad Oeynhausen und vom NHP zusammen eingeladen worden waren.  

Oktober 2012: Pilzexkursion am Portaner Badezentrum

   

Kurz nachdem die Pilzexkursion begonnen hatte, hörte der Dauerregen auf und die 20 Teilnehmer konnten trockenen Hauptes im Wald nach Pilzen suchen. Dank des vielen Niederschlags waren viele Fruchtkörper gewachsen, die

 

der Pilzexperte Manfred Lindenau aus Holzhausen dank seiner langjährigen Erfahrung bestimmen konnte. Es fanden sich sowohl essbare Exemplare als auch sehr giftige Pilzarten.

Oktober 2012: Fotoexkursion am Großen Weserbogen

       

 Am Sonntag, dem 7.10. 2012 trafen sich begeisterte Hobby-Fotografen auf dem Parkplatz am Südlichen See, um bei strahlendem Sonnenschein etwas mehr über gelungene Digitalfotos zu erfahren.

 

Lutz Carta und Bernd Kuhlmann gaben als Exkursionsleiter den Teilnehmern der Exkursion den einen oder anderen Tipp mit auf den Weg. Und das geniale war, dass jeder Fotograf die Ratschläge sofort vor Ort ausprobieren konnte, sodass

 

sehr schöne Detailaufnahmen, wie von dieser Pfaffenhütchen-Frucht, aber auch romantische Landschaftsfotografien entstanden, für die das weiche Morgenlicht und die bunten Oktoberfarben wie geschaffen waren.

September 2012: Familienspaziergang

Am 2. 9. 2012 ließen sich 17 Kinder und 21 Erwachsene den Spürnasenpfad in Bünde-Randringhausen von einem Mitarbeiter der Biologischen Station des Kreises Herford näher bringen: Die Kinder schlüpften in die Rollen von herbstlichen Eichhörnchen, die ihre Haselnüsse so verstecken mustsen, dass sie diese im Winter auch wiederfinden. Die Kinder testeten in der Eichhörnchenrolle auch die Schalleitfähigkeit von Holz (siehe Foto), indem sie ihr Ohr auf einen Baumstamm legten, während der Baummarder beim Stammklettern Kratzgeräusche machte - jetzt mussten die Eichhörnchen aber schnell vor ihrem Fressfeind fliehen...

Außerdem erfuhren die Kindergarten- und Grundschulkinder viel Wissenswertes über die Natur, wie beispielsweise, dass der Breitwegerichsaft gegen die Ameisensäure der Brennnessel hilft und dass der Wegerich von den nordamerikanischen Indianern auch "Spur des weißen Mannes" genannt wurde, da dieser erst mit den weißen Siedlern auf deren Treckrouten auftauchte. 

Juli 2012: Bootstour auf der Weser

 

   

 

Der NHP hat in Kooperation mit dem Wassersportverein Porta eine 30 km lange Tagestour auf der Weser unternommen, um den Fluss vor unserer Haustür einmal von der Wasserseite aus ansehen zu können. Das Foto zeigt, wie die Boote gerade in Eisbergen in den Fluss gehoben werden.

 

Die beiden Bootsführer Uwe Schroweg und Rainer Heidemann vom WSV Porta brachten die insgesamt 10 Teilnehmer in den Canadiern sicher zum wohlverdienten Grillen ans Bootshaus.

Juli 2012: Libellenexkursion an der Biostation

 

       

Während der Libellenexkursion an den Teichen der Biologischen Station des Kreises Minden-Lübbecke zeigte der Libellenexperte Stephan Geschke den Teilnehmern auch Libellenlarvenhüllen (hier Heidelibelle), aus denen vor kurzem die Libellen geschlüpft sind.

 

Stephan Geschke  fing einzelne Libellen mit dem Libellennetz, um sie den Exkursionsteilnehmern zu zeigen und etwas über deren Lebensweise zu erklären.

 

Eine am gleichen Tag geschlüpfte (glänzende Flügel !) Heidelibelle konnte im hohen Gras neben dem Teich an der Biostation identifiziert werden.

Mai 2012: Botanische Exkursion am "Blauen See"

 

   

Am 19. Mai 2012 waren 30 NHP-Mitglieder mit dem Botaniker Dirk Esplör (Biostation) auf dem Truppenübungsplatz "Blauer See" in Porta Westfalica Lerbeck. Während der zweistündigen botanischen Exkursion schauten sich die Teilnehmer den türkisblauen See (Foto) mit seiner Flora (Laichkraut, Wasserminze, Teichsimse) und Fauna (Erdkrötenkaulquappen, Bergmolche) an.

 

Aber auch die Hänge des ehemaligen Kalksteinbruchs waren botanisch sehr interessant, da das sehr seltene Biotop Kalktrockenrasen dort vorherrscht. Das kleinwüchsige, aber ästhetisch ansprechende Kreuzblümchen (Foto) ist eine typische Pflanze dieses kargen Lebenraumes. Außerdem sahen die Exkursionteilnehmer an den Hängen: Geflecktes Knabenkraut, Kleiner Wiesenknopf, Behaartes Habichtskraut, Odermennig...

 

 

Mai 2012: Amphibienkonzert in der Kiesgrube Brinkmeyer

 

       

Am 12. Mai 2012 gingen 20 Exkursionsteilnehmer in die Möllberger Kies- und Sandgrube Brinkmeyer, um sich von einem Amphibienexperten des BUND Vlotho die dortigen sehr seltenen Gelbbauchunken (Foto) und Kreuzkröten zeigen zu lassen. Die Teilnehmer hörten viele Kreuzkröten (siehe Video - 2,5 MB- unten) und sahen auch eine Gelbbauchunke, die sofot in einer Pfütze abtauchte.

 

Der Geschäftsführer der Abgrabung Dr. Peter Könemann erläuterte, dass die Blocksteinhalden für die Amphibien wichtige Verstecke darstellen, die auch im Winter als frostfreie Unterschlupfmöglichkeiten zum Überwintern genutzt werden. Außerdem seien die Steinhaufen ebenso für die seltene Zauneidechse sehr interessant. Dr. Könemann betonte, auch neue Laichgewässer für die Gelbbauchunke, die nur noch mit max. 15 Exemplaren in der Grube vorkommt, mithilfe des Baggers anzulegen.

 

Die Kreuzkröte (Foto) braucht den Sekundärlebensraum Sandgrube mit seinem Rohboden. Nur hier findet sie die flachen, sich schnell erwärmenden Laichgewässer. Problematisch ist der hohe Wildschweinbestand ind er Grube, da die Schweine sehr oft die flachen Laichgewässer nach Laich, Quappen und erwachsenen Amphibien absuchen und zu starken Verlusten führen. Eine intensive Bejagung der Wildschweine wäre deshalb aus Sicht des Naturschutzes wichtig, um die kleine Unkenpopulation zu retten.

 

 

 

Mai 2012: Vogelstimmenexkursion am Weserbogen

Zwanzig ornithologisch Interessierte standen am Samstag, dem 12.Mai 2012, auf dem Parkplatz des Südlichen Sees und lauschten den ersten Erläuterungen des Hobby-Vogelexperten Uwe Schneider, der die Vogelstimmenexkursion leitete. Der NHP hatte erneut zusammen mit der AG Natur aus Bad Oeynhausen zu der Vogelstimmenwanderung am Großen Weserbogen aufgerufen. Tatsächlich hat sich das frühe Aufstehen wieder gelohnt - folgende Vogelarten wurden gesehen und/oder gehört: Austernfischer, Nachtigall, Kuckuck, Stieglitz, Buchfink, Braunelle, Uferschwalbe, Stockente, Storch, Fitislaubsänger, Mönchsgrasmücke, Sturmmöwe, Rabenkrähe, Silbermöwe, Amsel, Flussuferläufer, Teichrohrsänger, Gartengrasmücke, Singdrossel, Turmfalke, Kohlmeise, Blaumeise, Bachstelze, Mehlschwalbe, Teichrohrsänger, Rauchschwalbe, Nilgans, Graugans, Graureiher, Blesshuhn, Zilpzalp, Feldlerche, Ringeltaube, Mauersegler, Star, Mäusebussard, Wacholderdrossel, Reiherente, Haubentaucher, Sumpfmeise, Zaunkönig, Kormoran, Grauschnäpper, Buntspecht, Schwanzmeise, Rotkehlchen, Lachmöwe und Dohle.

 

April 2012: Frühlingsspaziergang auf dem Jakobsberg

       

Am 1.April 2012 fanden sich 15 Exkursionsteilnehmer auf dem Parkplatz des Fernsehturms ein, um einen dreistündigen Frühlingsspaziergang über den Kammweg des Jakobsberges zu machen. Am Wegesrand sahen sie dabei immer wieder das Wald-Bingelkraut (Foto). Um 1690 erkannte Camerarius zum ersten Mal Sexualität bei Pflanzen am Beispiel des Bingelkrautes: Es gibt weibliche und männliche Bingelkräuter.

 

Der sachkundige Leiter dieser Frühjahrsexkursion im Kalkbuchenwald war Dirk Esplör, der als Mitarbeiter der Biologischen Station des Kreises Minden-Lübbecke bereits Kartierungen in diesem Waldabschnitt durchgeführt hat. Herr Esplör konnten den botanisch Interessierten viele Geophyten zeigen (Buschwindröschen, Gelbes Windröschen, Schlüsselblume, Vielblütige Weißwurz, Aronstab, Gelbstern) und über die Nutzungsformen (u.a. Niederwald) des vielgestaltigen Waldes Interessantes berichten.

 

Eine besonders eindrucksvolle Pflanze des Frühlingswaldes ist der Hohle Lerchensporn (Foto), der in weiß und lila blüht und auf dem Gebirgskamm regelrechte Teppiche ausbildet. Der Name dieses Gewächses leitet sich zum einen von der Form der Blüte ab, die mit ihrem langen Blütensporn von der Seite aussieht wie der Fußabdruck einer Lerche.  Zum anderen bezieht der Name sich  auf die hohle Knolle, die viele Alkaloide enthält und deshalb giftig ist.

 

Wintervogelexkursion am Großen Weserbogen

Trotz regnerischen Wetters hatten sich 15 Naturfreunde am Samstagvormittag (6.1.2012) auf dem Parkplatz des Südlichen Sees eingefunden, um sich die Vogelwelt im Winter vom Hobbyornithologen Jörg Hadasch zeigen zu lassen. Tatsächlich konnte der "Vogelführer" den Interessierten viele Kormorane, Gänsesäger, einige Reiher-, Schell-, Schnatter- und Tafelenten sowie verschiedene Möwenarten per Spektiv zeigen. Erwin Mattegiet von der Bad Oeynhauser AG Natur erzählte über die Bemühungen den Weißstörchen den seit einigen Jahren aufgestellten Nistbaum schmackhaft zu machen. "Ein Bruterfolg auf der Südseite des Gebirges wäre ein riesiger Erfolg !", machte Mattegiet den Vogelfreunden klar, und erzählte über die Rekordzahl von 34 brütenden Weißstörchen nördlich des Wiehengebirges im Jahr 2011. 

Kranichexkursion in die Diepholzer Moorniederung

Am 5. November fuhren mehr als 40 ornithologisch Interessierte mit Fahrgemeinschaften in das Rehdener Geestmoor zwischen Wagenfeld und Rehden, um den abendlichen Einflug der Kraniche und Wildgänse zu den Schlafplätzen zu beobachten. Bei schönem Herbstwetter konnten vom Moordamm und dem Beobachtungsturm aus viele einfliegende Kranich- und Gänseschwärme beobachtet werden. Hier ist die Diashow (21 MB) mit Eindrücken von diesem imposanten Naturschauspiel. Weitere Informationen findet man auf der Internetseite des BUND Diepholzer Moorniederung

   
   

Einfliegende Wildgänse

 

Fliegende Kraniche

 


 

Herbstliche Abendstimmung im Rehdener Geestmoor: Kraniche und Gänse suchen ihre Schlafplätze auf  

 

Viele Arten entdeckt - Pilzexkursion im Wesergebirge

Am 23. Oktober trafen sich 40 Portaner am Waldparklatz Frettholzweg in Hausberge, um vom Pilzsachverständigen Manfred Lindenau aus Holzhausen in die Geheimnise der Mykologie eingeführt zu werden. Herr Lindenau verstand  es, den Laien viele spannende Einblicke in die Welt der Pilze zu ermöglichen. Mit kleinen Anekdoten stellte Lindenau die vielen gefundenen Pilzarten humorvoll und prägnant vor. Allein die Namen der während der zweistündigen Pilzwanderung gefundenen Arten hören sich faszinierend an:Anistrichterling (Anisgeruch), Graue Nebelkappe, Violetter Ritterling, Bluthelmling (rötlicher Saftaustritt bei Verletzung), Elfenbeinschneckling, Rotbrauner Milchling (enthält scharfen Milchsaft), Rettichhelmling (Rettichgeruch), Rotfußröhrling, Hallimasch, Faltentintling, Zunderschwamm, Riesenporling, Flaschenbovist, Birnenbovist, Maronenröhrling, Kahler Krempling...   Hier gibt es eine Diashow (19 MB) mit Fotos von der Pilzwanderung.Hier sehen Sie ein kurzes Video, in dem Herr Lindenau die Färbung des Perlpilzes vorstellt:

 

Alte Apfelsorten probiert

Apfelsortenführung am 3.9.2011 mit Hans-Joachim Bannier

„Der konventionelle Obstbau hängt am Tropf der Chemieindustrie“, so lautet das Fazit von Hans-Joachim Bannier, einem renommierten Pomologen (Obstexperte) aus Ostwestfalen-Lippe. Bannier erklärte den zwanzig Teilnehmer der Apfelprobierexkursion des Vereins „Naturschutz und Heimatpflege Porta“ (NHP) anhand seines Obstsortengartens in Bielefeld, wie er das meint: Alle modernen Apfelsorten stammen von drei krankheitsanfälligen Sorten ab - Golden Delicious, dem Schorfweltmeister, Jonathan, dem Mehltauempfindlichen und Cox Orange, einer Sorte, die viele Baumkrankheiten (u.a. Krebs) bekommt. Deshalb sind bei der Kreuzung dieser Urvätersorten moderne Apfelsorten entstanden, die sehr krankheitsanfällig sind. D.h. diese modernen Sorten tragen nur Äpfel, wenn der konventionelle Obstbauer z.B. 10- bis 15-mal Fungizide (Pilzbekämpfungsmittel) nur gegen Schorfpilze spritzt.

Bannier kann seine Aussagen auch auf seinem Gelände belegen, da er mit den dort wachsenden 400 Apfelsorten ein breit gefächertes Sortiment alter und neuer Apfelsorten seit Jahren täglich beobachtet: Bei seiner Bewirtschaftungsform ohne Spritzmittel beobachtet Bannier viele kranke moderne Apfelsorten und sehr vitale alte Apfelsorten, die wenig Mehltau, Krebs und Schorfbefall aufweisen. Der versierte Obstexperte nutzt als Pflanzenschutzmittel lediglich Sexuallockstoffe (Pheromone) des Apfelwicklers, der ansonsten viele Äpfel anstechen würde, sodass sie madig würden. Es geht darum, dass aufgrund des Apfelwicklers aus Tafelobst kein Fallobst für die Mosterei wird. Aus diesem Grund hängt in jedem der 400 verschiedenen Apfelbäume in Banniers Obstsortenmuseum eine Kapsel mit dem Pheromon des nachtaktiven Apfelwicklers. Durch die vielen Pheromone sind die männlichen Apfelwickler so verwirrt, dass sie die weiblichen Falter per Geruchssinn nicht finden können.

Alle anderen Pflanzenschutzmaßnahmen benötigen die alten Apfelsorten in Banniers Obstsortenmuseum auch nicht, da es sich um robuste Sorten handelt, bei denen jede Resistenz gegenüber Baumkrankheiten auf mehreren Genen lokalisiert ist, sodass die Bäume im Gegensatz zu den neu gezüchteten „Resistenzbäumen“ wirksam geschützt sind. Während des zweieinhalbstündigen Rundgangs durch Banniers Apfelgarten zeigte der begeisterte Apfelexperte den NHP-Mitgliedern, welche Apfelsorten für den Hausgarten besonders empfehlenswert sind: Die Sorte „Discovery“ wurde als sehr robuste Sorte (selten krank) mit leckeren und gut aussehenden Augustäpfeln gelobt, die sich zirka 6 Wochen lagern lässt. Den Fans von Dörrobst empfiehlt Bannier die Westfälische Tiefblüte, eine alte, regionale Apfelsorte, die genügend Säure zum Dörren und Backen mitbringt, was die Standardsorten heutzutage nicht mehr aufweisen - Bannier dazu plakativ: „Getrockneter Golden Delicious schmeckt nicht besser als Wellpappe.“

Auch die für viele Apfelallergiker genießbare Apfelsorte Alkmene wurde von Bannier hoch gelobt, da die Äpfel gut schmecken -wie der Geschmackstest direkt vom Baum zeigte- und nicht vom Baum fallen, sodass die Sorte dreimal durchgepflückt werden kann: Mitte und Ende September sowie Mitte Oktober. Wer weitere alte Obstsorten kennenlernen möchte, sollte auf die Internetseite des BUND Lemgo schauen. Außerdem können bis Ende September alte, robuste Obstsorten bei der Biostation des Kreises Herford bestellt werden - die Bestellliste finden Sie hier. Außerdem fördert der NHP das Nachpflanzen der alten, regionalen Obstsorten in diesem Jahr: Der Verein verschenkt jeweils einen hochstämmigen Obstbaum einer alten, regionalen Sorte eigener Wahl an diejenigen Portaner, die mindestens 3 Obstbäume von der Bestellliste der Biostation des Kreises Herford kaufen. Allerdings vergibt der NHP insgesamt nur 20 Hochstämme, sodass es sich lohnt die Obstbaumbestellliste schnell der Stabsstelle Umweltschutz im Portaner Rathaus (Kempstraße 1) zukommen zu lassen, welches die Bestelllisten an den NHP weitergibt. Es geht dem Natur- und Heimatverein darum, die inzwischen sehr alten, vergreisten Obstbäume auf den Streuobstwiesen z.B. neben Bauernhöfen wieder zu verjüngen, sodass diese wertvollen Natur- und Kulturgüter nicht für immer verloren gehen.Hier finden Sie eine Diashow (10 MB) zur Exkursion mit kurzen Apfelsortenbeschreibungen.

Kaisermantel unterm Kaiserdenkmal !
Tagfalterexkursion am 10.Juli 2011 mit Uwe Hildenhagen

Bei herrlichem Sommerwetter sahen die zwanzig Exkursionsteilnehmer innerhalb von zwei Stunden folgende 16 Arten: Großer Kohlweißling, Kleiner Kohlweißling, Grünaderweißling, Zitronenfalter, Brauner Waldvogel, Waldbrettspiel, Ochsenauge, Admiral, Tagpfauenauge, Landkärtchen, C-Falter (Imago und Raupe), Kaisermantel, Blauer Eichenzipfelfalter, Faulbaumbläuling, Hauhechelbläuling.  Der Falterexperte Uwe Hildenhagen erzählte spannende Details aus dem Leben der Tagfalter. Hier eine Diashow (5 MB) zur Exkursion. Falls Sie Hilfe bei der Bestimmung von Schmetterlingen oder deren Raupen benötigen, dann schauen Sie doch mal auf die Internetseite www.schmetterling-raupe.de

 

 

 

Naturschutz und Heimatpflege Porta e.V. (NHP)    info@nhporta.de