Naturschutz und Heimatpflege Porta e.V. (NHP)

 Kurse  

Juni 2014: Erster Sensenkurs des NHP

Eine alte Kulturtechnik, die dabei helfen kann, artenreiche Blumenwiese, die immer seltener werden, zu erhalten, lernten 10 Teilnehmer unseres ersten Sensenkurses kennen. Der Sensenexperte Norbert Steib zeigte den Interessierten zunächst das richtige Werkzeug und vermittelte wichtige theoretische Kenntnisse, bevor es zur praktischen Anwendung auf unserer NHP-Obstwiese am Lohfelder Südhang kam. Zwischen den jungen seltenen Kirschbäumen sensten die Neulinge neben dem Gras auch einige Pappeln weg, die ansonsten den Beginn eines neuen Walds bilden würden. D.h. auf Dauer würde die Wiese vom angrenzenden Wald "geschluckt", wenn die natürliche Sukzession ablaufen dürfte. Dies würde allerdings letztlich zu einem Rotbuchenwald führen und die uralte Kulturlandschaft verdrängen, die auch viele inzwischen selten gewordene Arten beinhaltet. Wer sich in Bezug auf Sensen und Dengel beraten lassen möchte oder eine gute, scharfe Sense kaufen möchte, sollte sich auf der Internetseite von Bernhard Lehnert umsehen: www.sensenwerkstatt.de

 Februar 2014: Veredelungskurs in Barkhausen

Bei mildem Wetter zeigte der Obstbaumexperte Norbert Krause 40 Interessierten, wie die alte Kulturtechnik "Veredeln" funktioniert, sodass jeder Kursteilnehmer später z.B. seltene Obstsorten selbst erhalten kann, wenn eine Sämlingsunterlage und entsprechende Reiser der alten Obstsorte vorhanden sind. Um dies zu gewährleisten, hat der NHP seltene Birnensorten vom hessischen Birnenexperten Jan Bade, seltene Kirschreiser aus dem Kirschdorf Hagen am Teutoburger Wald, Apfelreiser von einer Fülmer Streuobstwiese sowie Pflaumenreiser von der vereinseigenen Obstwiese organisiert. Norbert Krause zeigte den Kursteilnehmern auch, wie man aus einer Birnenunterlage einen Familienbaum mit vier verschiedenen seltenen Birnensorten (Beuckes Butterbirne, Josephine von Mecheln, Sommerblutbirne und Dycker Schmalzbirne) veredelt werden kann. Es gab in der Baumschule Krause (Wiesenweg 14) auch kleinwüchsige Kirschunterlagen namens Colt, welche mit einer madenfreien, da sehr frühen Kirschsorte (1.-3.Kirschwoche) eine geniale Lösung für kleine Gärten und madenhassende Kirschbaumbesitzer darstellt. Der lehrreiche Vormittag wurde mit einer vegetarischen Gemüsesuppe abgerundet. Es gibt noch einige Reiser, die unter info@nhporta.de erhältlich sind - bitte schauen Sie in die Reiserliste !


November 2013: Backkurs mit alten Apfelsorten

   

Am 20. November 2013 haben wir unter der Leitung des pensionierten Konditormeisters Hans-Ulrich Seidel einen Backkurs mit alten Apfelsorten in der Lehrküche der Hausberger Realschule durchgeführte. Zehn Teilnehmer haben Hefekuchen, Rührteig, Blätterteig und als Nachtisch ein Apfel-Crumble hergestellt.

 

Wir haben die alten Apfelsorten Grüner Stettiner (Foto), Ontario, Rheinischer Bohnapfel, Meiers Fiesling und Jakob Lebel zum Backen genutzt, da sie als Tafeläpfel nicht so gut nutzbar sind. Alle Äpfel stammen aus Portaner Gärten bzw. städtischen Streuobstwiesen. Viele Kursteilnehmer fanden die Sorte Jakob Lebel als Backapfel besonders gut.

 

 

April 2013: Flechtkurs "Weidenkörbe"

Am Freitag, dem 26.4., und Samstag, dem 27.4., lernten sechs Teilnehmer das Flechten von Weidenkörben in der Flechtwerkstatt von Kerstin Eikmeier, die als ausgebildete Flechtwerkgestalterin den Intensivkurs leitete. In der Lerbecker Werkstatt zeigte Frau Eikmeier den Kursteilnehmern die alte Kulturtechnik, die unsere Urgroßeltern teilweise ganz selbstverständlich beherrschten, weil es damals darum ging, alltägliche Transportbehälter herzustellen. Und seien wir mal ehrlich, ein Weidenkorb hat auch heutzutage noch einen ganz besonderen Charme...  Mit Rosenschere und Ahle ausgerüstet ergriffen die Flechtneulinge die gelblichen, grünlichen oder braunen Weidenzweige, um mit viel Fingerfertigkeit und Geduld aus ihnen in 1,5 Tagen einen Weidenkorb zu flechten.Nach dem Flechtkurs gingen die Teilnehmer mit einem eigenen Korb nach Hause ! 

Februar 2013: Veredelungskurs im Kurpark

Bei frostigen Temperaturen zeigte der Obstbaumexperte Norbert Krause 40 Interessierten, wie die alte Kulturtechnik "Veredeln" funktioniert, sodass jeder Kursteilnehmer später z.B. seltene Obstsorten selbst erhalten kann, wenn eine Sämlingsunterlage und entsprechende Reiser der alten Obstsorte vorhanden sind. Um dies zu gewährleisten, hat der NHP seltene Birnensorten vom hessischen Birnenexperten Jan Bade, seltene Kirschreiser aus dem Kirschdorf Hagen am Teutoburger Wald, Apfelreiser vom Rintelner Generationenpark sowie Pflaumenreiser aus dem Obstreisergarten Bonn organisiert. Norbert Krause zeigteden Kursteilnehmern auch, wie man aus einem Pflaumenwildling einen Familienbaum mit vier verschiedenen seltenen Obstsorten (Zwetschen, Reneklode, Pflaume) veredelt werden kann, den dann Wolfgang Salge (Foto) gegen eine Spende für seinen Obstgarten mitgenommen hat. Es gibt noch einige Reiser, die unter info@nhporta.de erhältlich sind - bitte schauen Sie in die Reiserliste !

 

 

November 2012: Obstbaum-Pflanzkurs

Am 17.11. hat uns Robert Siebert gezeigt, auf was man alles achten muss, wenn man einen Obstbaum fachgerecht pflanzen möchte: Angefangen mit dem scharfen Spaten als wichtigem Werkzeug, über den richtigen Pflanzschnitt und die passende Größe des Pflanzloches wurden uns alle wichtigen Aspekte vor Augen geführt. Anschließend konnten wir unser neues Wissen beim Pflanzen der 50 Obstbäume  direkt anwenden, wobei uns -zum Glück- auch ein Minibagger geholfen hat.

 

 

Flechtkurs am 21. April 2012

Das Weidenflechten kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Im Leben unserer Vorfahren war die Korbflechterei ein wichtiges Handwerk. Um diese alte Kulturtechnik des Flechtens kennenzulernen trafen sich 10 Personen zu einem Kurs, bei dem es um das Flechten von Rankgerüsten für Kletterpflanzen ging.

Der Kurs wurde von Frau Kerstin Eikmeier geleitet. (www.weidenflechtkunst.de)

 

   

Auswahl der Weidenruten.

 

Einarbeiten weiterer Ruten.

 

   

Fast fertig.

 

Was man so alles flechten kann.

 

            Erfolgreich: Veredelungskurs und 1. Portaner Reiserbörse

Am 25. Februar 2012 haben 35 Personen aus Porta, Lübbecke, Bünde, Minden und Bad Oeynhausen an dem vom Verein "Naturschutz und Heimatpflege Porta" (NHP) angebotenen dreistündigen Veredelungskurs im Hausberger Kurpark teilgenommen. Unter der fachkundigen Leitung von Norbert Krause von der gleichnamigen Baumschule wurden zunächst an einigen Apfelbäumen auf dem Parkplatz vorm Haus des Gastes einige theoretische Grundlagen des Veredelns erläutert, wie beispielsweise, dass nur einjährige Triebe als Edelreiser zum Veredeln genutzt werden können. Anschließend konnte jeder Teilnehmer mit einem scharfen Messer eigene Schnittübungen an Weidenruten durchführen, sodass der saubere Kopulationsschnitt an der Unterlage und dem Edelreiser später auch fachgerecht durchgeführt werden kann. Danach veredelte Norbert Krause auf der Obstbaumwiese hinter dem Haus des Gastes einige Pflaumen- und Kirschwildlinge mit folgenden seltenen Sorten: Kunzes Kirsche, Geisepitter, Schöne aus Marienhöhe, Kirkes Pflaume, Flotows Mirabelle, Feys Gelbe Hauszwetschge und Gelber Spilling. Damit die Reiser auf den Unterlagen anwachsen, müssen die Wachstumszonen von Unterlage und Reiser genau übereinander liegen. Die Verbindung von Reiser und Unterlage hält ein Veredelungsband fest und der verstrichene Baumwachs verhindert das Austrocknen der Schnittflächen. Norbert Krause freute sich über das starke Interesse der Kursteilmehmer: "Es ist schön, dass auch heutezutage die alte Kulturtechnik des Veredeln bei Hobbygärtnern nicht ganz in Vergessenheit gerät. Die Generation unserer Großeltern beherrschte noch ganz selbstverständlich das Veredeln und sorgte damit selbst für schmackhaftes Obst im Garten."  
Zum Abschluss des Kurses konnten sich die Teilnehmer als Veredelungsunterlagen Kirsch- und Pflaumenwildlinge sowie Edelreiser von zum Teil sehr seltenen Obstsorten mit nach Hause nehmen, um dort eigene Veredelungen in die Tat umzusetzen. Dabei war auch wichtig, dass jeder neue Reiserbesitzer angab, wo er die entsprechenden Obstsorten veredelt, damit später auf seltene Sorten wieder zurückgegriffen werden kann. "Vielleicht können wir hier in der Region auch einen bescheidenen Anteil dazu leisten, dass vom Aussterben bedrohte Obstsorten, wie zum Beispiel die Tilgener Rote Herzkirsche,nicht ganz verschwinden", so Holger Hansing, der die erste Reiserbörse in Porta für den NHP organisiert hat. Auf der Reiserbörse standen 19 verschiedene Kirschsorten zur Verfügung, die im Vorfeld des Kurses aus dem Kirschendorf Hagen am Teutoburger Wald (bei Osnabrück) von einem Pomologen geschnitten und dem NHP zugesandt worden waren. Außerdem waren auf der Reiserbörse 10 -teilweise regionale- Apfelsorten vorhanden, wie beispielsweise der Tannenkrüger, eine sehr gesunde Sorte aus Leopoldshöhe. Auch 8 äußerst seltene Pflaumensorten waren auf der Börse vertreten, wie zum Beispiel Hartwiß Gelbe Zwetschge, die Gute von Bry oder der Weidenberger Spilling. Jetzt müssen die Reiser nur noch anwachsen, damit in ein paar Jahren ganz seltene Kirschen und Pflaumen im Hausberger Kurpark gekostet werden können.

Obstbaumschnittkurs am 28.Januar 2012 in Möllbergen

Norbert und Ilona Krause haben für den NHP einen weiteren Obstbaumschnittkurs geleitet, bei dem die jugendlichen Obstbäume auf der Streuobstwiese an der Möllberger Ellernstraße nach langer Zeit mal wieder geschnitten wurden. Nach einer kurzen Einweisung in die Schnitttechnik haben Kursteilnehmer in Zweiergruppen jeweils einen Obstbaum gemeinsam mit Stehleiter, Astsäge und Rosenschere von unnötigen (z.B. parallelen) Ästen  befreit, sodass in den nächsten Jahren mit mehr Früchten, aber auch erneutem Wachstum der Apfel-, Birnen- und Kirschbäume zu rechnen ist.

Norbert Krause erläutert den Baumschnitt 

In dem folgenden Video (77 MB) wird gezeigt, wie der Saftstrom eines Obstbaumes durch das Schneiden korrekt abgeleitet wird:

 

 

Obstbaumschnittkurs am 14. Januar 2012 in Barkhausen

       

Theorie: Norbert und Ilona Krause von der gleichnamigen Barkhauser Baumschule demonstrieren den fachgerechten Schnitt eines Obstbaumes

 

Praxis: Jeder Kursteilnehmer hat die Chance einen Apfel- oder Birnenbaum in der Obstbaumreihe (Seitenweg der Edelweißstraße) zu schneiden

 

Stärkung: Als alle Obstbäume geschnitten sind, gibt es zum Abschluss eine leckere Erbsensuppe nach Pommerscher Art

 

 

 

                               Obstbaumschnittkurs im  Oktober 2011

In Kooperation mit der Biostation Ravensberg in Kirchlengern führte der NHP am 15. Oktober 2011 einen Baumschnittkurs auf der Ahmserorter Streuobstwiese von Ralf Siekmöller durch. Der Obstbaumschnittexperte Georg Borchard von der Biostation des Kreises Herford zeigte den 35 Teilnehmer die Schnittmethode nach Walter Riess. In den drei Stunden wurden sowohl der Erziehungsschnitt, der Rotationschnitt als auch der Entlastungsschnitt gelehrt. Die Teilnehmer lernten, dass man dem Baum beim Schnitt aufzeigen müsse, dass es nur einen Chef, sprich Vertikalast, gibt, dem 3-4 Leitäste auf 2 Ebenen zur Seite stehen. Hier ist eine Diashow (15 MB) mit ein paar Arbeitsschritten zu den drei Arten des Obstbaumschnittes.

Schnittziel: 3 Leitäste stehen lassen

Das folgende Video (32 MB) zeigt Georg Borchard beim Entlastungsschnitt auf einem alten Cox Orange-Baum, dessen Krone sehr einseitig gewachsen ist: 

 

Obstbaumschnittkurs im Januar 2011

Im Januar 2011 hat NHP-Mitglied Robert Siebert uns in die Kunst des Obstbaumschneidens eingeführt. Sehr viele Interessierte trafen sich für zwei Stunden bei frostigen Temperaturen auf der NHP-Obstwiese am Südhang in Lohfeld. 

 

 

            

Veredelungkurs:  Seltene Kirschsorten

Der Obstbaumveredelungskurs im Februar 2011 mit Norbert Krause (Baumschule in Barkhausen) interessierte über 60 Portaner, sodass in zwei Gruppen gezeigt wurde, wie das Pfropfen von Wildlingen mit Edelreisern funktioniert. Es wurden auf der NHP-Obstwiese 10 seltene Kirschsorten (u.a. Garns Bunte, Kunzes Kirsche, Grolls Schwarze), deren Reiser aus dem Kirschdorf Hagen am Teutoburger Wald stammen, vom Fachmann veredelt. Die Teilnehmer hatte die Möglichkeit, sich Edelreiser für die Wildlinge im eigenen Garten mitzunehmen.

Das Foto zeigt vier Kirschsorten, die bereits seit Jahren auf der NHP-Obstwiese stehen: Kassins Frühe (unten rechts), Hedelfinger Riesenkirsche (unten links), Büttners Späte Knorpelkirsche (oben rechts) und einen Zufallssämling (Bestimmung von H.-J. Bannier). 

 

Naturschutz und Heimatpflege Porta e.V. (NHP)    info@nhporta.de