Naturschutz und Heimatpflege Porta e.V. (NHP)

Gedichte über Obstbäume von Gerhard Kirchner

Der Gartenbauexperte Gerhard Kirchner aus Obernkirchen schreibt in seiner Freizeit gern Gedichte, er hat unter anderem auch Gedichte über Obstbäume verfasst, von denen wir hier gern zwei präsentieren:

 

 

 

Ein Kirschbaum

 

 

Ein Kirschbaum, ja das wäre fein,

der soll in unserem Garten sein.

Und steht der Baum voll Früchte dann,

sich jeder eine pflücken kann.

 

Nur Kinder haben es da nicht leicht,

wenn der Arm nicht an die Kirschen reicht.

Da hilft kein zetern und kein schreien,

Wir stellen einfach die Leiter ein.


Doch heute ist der Baum noch klein,

schon morgen wird er größer sein.

So konnte man es immer lesen,

ein Jeder ist mal jung gewesen.


Darum ist es wichtig Geduld zu haben,

bis wir uns an den Früchten laben.

Denn alles braucht so seine Zeit,

bis Du es weißt, es ist so weit.

Gerhard Kirchner

 

Mein alter Obstbaum in Versform

Wie beim Jungen so auch beim Alten,

beim Schnitt wir uns an Regeln halten.

Jedoch im Unterschied zum Jungen,

hat ein Altbaum meist gerungen.

Wie in Schillers Glockenguss,

bringt das Schicksal oft Verdruss.

Manch Sturm ist über ihn gebraust,

und hat an seinem Kleid gezaust.

Regen, Hagel peischte nieder,

verrenkte seine zarten Glieder.

Ach, wenn wir ihn dabei belauschen;

hörst du ganz leis die Blätter rauschen?

Was er vom Leben kann berichten,

ich könnte da noch lange dichten.

Von wunderschönen Blütezeiten,

wie kunstvoll sich die Äste breiten.

Von Kindern die zur Frucht gegriffen,

dabei sie fröhlich haben gepfiffen.

Vom Grünsspecht der weit hergereist,

des Öfteren hier die Made speist.

Vom Liebespaar das ganz verborgen,

sich da liebte frei von Sorgen.

Von Bienen die da um ihn summen,

so auch die Hummeln welche brummen.

Von einem Wanderschaftsgesellen,

bei Gewitter wollt sich unterstellen.

Vom Kleiber, im Astloch was da hohle,

ein Nest baut für des Nachwuchs wohle.

Von einem der darunter gähnte,

sich nach tiefem Schlafe sehnte.

Von einem Ast der Früchteschwer,

gebrochen ist, schon lang ist´s her

Von einem, der verletze seine Kruste,

weil eben der´s nicht besser wusste.

Da wär’s fast mal um ihn geschehen,

den Schaden noch kann jeder sehen.

Deshalb:

Mit klugem Geist wir wollen walten,

um diesen Altbaum zu erhalten.

Braucht´s somit Hände welche helfen,

mit Sachverstand gleich guten Elfen.

Denn durch Schnitt von Last befreit,

steht er für uns noch lang bereit.

Gerhard Kirchner August 2013

Städtische Obstwiesen und Straßenränder mit Obstbäumen

In Porta Westfalica gibt es noch einige sortenreiche Streuobstwiesen und sogar einzelne Nebenstraßen, an deren Rand sich eine große Vielfalt an alten Obstsorten bis heute erhalten hat. Damit mehr Portaner einen Einblick in diese übersehenen Schätze erhalten, veröffentlichen wir hier die Sortendaten, die wir mithilfe der Bestimmungskenntnisse des Bielefelder Pomologen Hans-Joachim Bannier gesammelt haben. Wenn Sie auf folgende Links klicken, dann gelangen Sie zu selbst gezeichneten Karten, die die Obstwiesen bzw. Straßenränder mit den verschiedenen Sorten zeigen: Roelsche Wiese im Hausberger Kurpark, Weinsberg in Eisbergen und

 Fachgerechter Obstbaumschnitt

Als Hilfe haben wir für Sie in Zusammenarbeit mit der Foto AG des Portaner Gymnasiums eine Diashow erstellt, die Ihnen zeigt, auf welche Aspekte Sie beim Schnitt Ihrer Obstbäume achten sollten. Wir bedanken uns bei Norbert Krause von der gleichnamigen Barkhauser Baumschule für die fachlich versierte Durchführung des Obstbaumschnittes. Hoffentlich gibt Ihnen die folgende Kurzpräsentation einige Anregungen: 

 

 

Mai 2012: Film über Porta Streuobstwiesen gedreht

Am Dienstag, 15.5.2012, zwischen 19:30 und 20 Uhr zeigte das WDR Fernsehen einen vierminütigen Film über blühende Apfelbäume, der in Porta Westfalica Ahmserort und in Hausberge gedreht wurde. Die beiden Naturfilmer Ulli Haufe und Michael Blaschke waren am 2. Mai in Porta, um einen Film über blühende Streuobstwiesen zu drehen, dabei haben sie drei Stunden in Ahmserort und auch ein paar Minuten in Hausberge gedreht. Die Naturfilmer wurden bei ihren Dreharbeiten in Ahmserort selbst gefilmt, während sie mit dem Kamerakran Aufnahmen von einem blühenden Apfelbaum gemacht haben. Auf dem kurzen Video (1,6 MB) sieht man, wie Ulli Haufe mit der Videobrille die richtigen Einstellungen in 6 m Entfernung koordiniert.

 

U.Haufe und M.Blaschke beim Dreh 

 

 

 

 

 

 

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