Naturschutz und Heimatpflege Porta e.V. (NHP)

Religiöse Spannungen


Um 1550 wurde mit der Einführung der Reformation das Fürstbistum Minden evangelisch. Die Verwaltungsstruktur im Fürstbistum gliederte sich in Ämter und Vogteien. Der höchste Beamte des Bischofs war der Droste, ein Adeliger, der den Landesherren und Bischof vertrat und den Amtsbezirk mit Vögten und Beamten verwaltete. Ihm stand ein Amtmann zur Seite. Sie nahmen auch die landesherrlichen Hoheitsrechte wie Polizei, Gerichtsbarkeit und Zölle wahr. Das Amt Hausberge teilte sich wiederum in vier Vogteien. Verwaltungssitz war die Schalksburg.
Die Verschärfung der religiösen Gegensätze führte zum 30jährigen Krieg (1618 bis 1648), der schwere Folgen für den mittleren Weserraum hatte. Die kaiserlichen Truppen, die von 1625 bis 1634 in Minden lagerten, plünderten die umliegenden Orte. Gleichzeitig grassierten Seuchen wie u.a. die Pest im Land, die sehr viele Todesopfer forderten. Mit der Besetzung Mindens durch die Schweden im Jahr 1634 wurde die ländliche Bevölkerung zu hohen Abgaben verpflichtet. Als Ergebnis des Westfälischen Friedens (1648) fiel das Stift Minden als weltliches Fürstentum an den Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm 1. von Brandenburg-Preußen (1640 bis 1688).

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