Naturschutz und Heimatpflege Porta e.V. (NHP)

Römer und Cherusker

Erste schriftliche Hinweise auf die Bewohner unseres Gebietes stammen aus der Römerzeit um Chr. Geburt.
Zu dieser Zeit siedelten der germanische Stamm der Cherusker und die Angrivarier im mittleren Wesertal. Ackerbau und Viehzucht waren die Lebensgrundlagen der einheimischen Bevölkerung. Mit den Römern bestand ein lebhafter Austausch, auf den zahlreiche Funde von Metall und Tongefäßen, Schmuck und Münzen römischer Handwerker hindeuten. Ob diese Gegenstände auf friedlichem Handelswege oder durch die kriegerischen Konflikte zwischen Germanen und Römern hierher kamen, ist nicht eindeutig geklärt. Eine der bekanntesten Auseinandersetzungen war die „Schlacht im Teutoburger Wald" (9. Jh. n.Chr.) zwischen dem Cheruskerfürsten Arminius und drei Legionen des römischen Feldherrn Varus, in der Arminius, besser bekannt als „Hermann der Cherusker", die Römer vernichtend schlug. Obwohl das Hermanns-Denkmal nahe Detmold steht, ist der genaue Ort der Schlacht noch nicht endgültig geklärt. Es verdichten sich Hinweise, daß der Kampf nahe Kalkriese in der Region Osnabrück stattgefunden hat.
Als Vergeltung für diese Niederlage gilt die Schlacht bei Idistaviso (16 n.Chr.) an der Weser, in der der römische Heerführer Germanicus acht Legionen gegen Arminius und seine Kämpfer aufbrachte und einen taktischen Sieg erringen konnte. Der genaue Ort der Handlung ist ebenfalls nicht geklärt, allgemein herrscht jedoch die Meinung vor, dass Aufmarsch und Kampfhandlungen in unmittelbarer Nähe der Porta Westfalica stattgefunden haben.
 

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